{"id":253,"date":"2017-05-15T15:36:01","date_gmt":"2017-05-15T13:36:01","guid":{"rendered":"http:\/\/copalev.org\/?p=253"},"modified":"2019-12-14T12:01:58","modified_gmt":"2019-12-14T11:01:58","slug":"projekt-ecuador","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/copalev.org\/es\/projekte\/ecuador\/deutsch-projekt-ecuador\/","title":{"rendered":"(Deutsch) Hilfe Ecuador"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-es\">Disculpa, pero esta entrada est\u00e1 disponible s\u00f3lo en <a href=\"https:\/\/copalev.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.<\/p><p>Wir haben im Februar 2018 die Gr\u00fcndung des Kommunalen Zentrums \u201eCentro Cultural SolYdar\u201c<\/p>\n<p>mit 5.000 \u20ac unterst\u00fctzt, um den Menschen, die von Armut, Drogenabh\u00e4ngigkeit und Gewalt betroffen sind, im Alltag Alternativen wie k\u00fcnstlerische und emotionale Bildung anzubieten und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Deshalb unterst\u00fctzen wir unser Netzwerk <strong>SolYdar<\/strong> in Ecuador, damit unsere Hilfe auch direkt bei den bed\u00fcrftigen Meschen ankommt. Wir konnten die Spende im Februar 2018 direkt in Deutschland \u00fcbergeben, da die Vorsitzenden von SOLyDAR in Deutschland waren (Geld\u00fcbergabe siehe Titelbild).<\/p>\n<h2>Kommunalen Zentrums \u201eCentro Cultural SolYdar\u201c<\/h2>\n<p>Mit unserem finanziellen Zuschu\u00df helfen wir beim Bau des Kommunalen Zentrums, das auch die \u00f6rtliche Bauwirtschaft unterst\u00fctzt und die Verwendung von einheimischen und nat\u00fcrlichen Baumaterialien f\u00f6rdert. Daf\u00fcr wurde ein Abkommen unterzeichnet, in dem SolYdar einen Teil des Grundst\u00fccks des Kunstzentrums vom Kulturverein \u201eLa Trinchera\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Das Grundst\u00fcck besitzt der Kulturverein \u201eLa Trinchera\u201c f\u00fcr siebzig Jahre in Erbpacht.<\/p>\n<p>Im Kommunalen Zentrum entstehen B\u00fcros, mehrere Arbeitsr\u00e4ume und im zweiten Stock ein Cafe und eine Bibliothek, damit sollen die laufenden Betriebskosten erwitschaftet werden.<\/p>\n<p>SolYdar wird den Bau des Kommunalen Zentrums unterst\u00fctzen, \u00fcberwachen und \u00a0COPAL e.V. \u00fcber den Baufortschritt berichten.<\/p>\n<h2>Erdbebenhilfe 2016<\/h2>\n<p>Nach den \u00dcberschwemmungen und dem kurz darauf erfolgten schweren Erdbeben in der Provinz Manab\u00ed im April 2016 konnten wir dank eines spontan vor Ort gegr\u00fcndeten Netzwerks schnell und unb\u00fcrokratisch helfen. So konnten nicht nur zahlreiche Menschen mit lebensnotwendigen Dingen versorgt werden, sondern auch dringend notwendige psychologische Unterst\u00fctzung durch die K\u00fcnstlerinitiative \u00abArte por la Vida\u00bb geleistet werden.<\/p>\n<p><strong>Ausschnitt aus einem Bericht aus Ecuador von Rainer Christian Rosenbaum (Juni 2016):<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lage und aktuelle Situation im Lande<\/strong><\/p>\n<p>Im Land sind gro\u00dfe und deutliche Ver\u00e4nderungen sp\u00fcrbar. Die erste Phase der Hilfe ist nur noch \u00f6rtlich begrenzt. Viele Menschen, die k\u00f6rperlich verletzt waren, kommen nach und nach in ihren Alltag zur\u00fcck. Der Schrecken hat sich deutlich aufgel\u00f6st und viele Menschen verhalten sich vorsichtig und ruhiger. Auch kann man in der Zeitung wieder andere Themen lesen und B\u00fcros kommen ihren Aufgaben nach.\u00a0 Der Staat hat eine strenge und effiziente \u00dcberwachung der H\u00e4user angefordert und an den Au\u00dfenw\u00e4nden der Geb\u00e4ude werden gro\u00dfe Aufkleber angebracht, die den Zugang bewilligen oder wegen Einsturzgefahr verbieten. Eine gro\u00dfe Abrisswelle wurde gestartet. In den St\u00e4dten sieht man \u00fcberall mit Baustellen, Schutt und Erde. Um den Aufgaben der verschiedenen Gemeindeverwaltungen wieder nachgehen zu k\u00f6nnen, hat man die B\u00fcros der besch\u00e4digten Regierungsgeb\u00e4ude in andere Geb\u00e4ude oder gro\u00dfe Zelte verlegt. Die Telefonanschl\u00fcsse funktionieren wieder und die Vernetzungen durch Internet, Radio und Fernsehen ist erneut verf\u00fcgbar. Familien, die obdachlos gewordene Menschen aufnehmen, haben die M\u00f6glichkeit eine finanzielle Hilfe des Staates zu beantragen. Hundertf\u00fcnfunddrei\u00dfig USD pro Monat gibt es sechs Monate hindurch pro Familie. Studienpl\u00e4ne und Klassenr\u00e4umlichkeiten mussten neu organisiert werden. Es sind viele Schulen eingest\u00fcrzt und ein paar Fakult\u00e4ten der Universit\u00e4t in Manta mussten eingerissen werden. Sch\u00fcler und Studenten m\u00fcssen in andere Geb\u00e4ude und nun auch an anderen Zeiten ihre Unterrichtsstunden nehmen.<\/p>\n<p><strong>Kunst-Karawane \u00abArte por la Vida\u00bb (Ausz\u00fcge aus dem Bericht der Karawane-Gr\u00fcnder)\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Auch konnten wir mit unserer Kunst-Karawane wieder tolle Erfahrungen machen. Wir hatten mehrere Auftritte im Inland und konnte auch neue Menschen in Auffanglagern begeistern. Es kommen so viele Anfragen, dass wir nicht allen Einladungen nachkommen k\u00f6nnen. Wir bevorzugen vorerst Orte, deren Kommunikation zur Au\u00dfenwelt erschwert ist. Auch war dies der Fall bei unserem Auftritt in San Isidro, einem\u00a0 kleinen Bauerndorf im Inland, 2,5 Stunden von Manta entfernt. Dort haben wir die Bev\u00f6lkerung besucht und ihnen unsere Musik, Schauspiel, Tanz und Unterhaltung dargeboten. Die Freude der Zuh\u00f6rer war so gro\u00df, das sie f\u00fcr uns sogar drei H\u00fchner schlachteten um ein tolles Mittagessen f\u00fcr uns vorzubereiten. Wir waren immerhin 20 Leute auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Wie bereits genannt, haben wir diese Karawane bis jetzt nur auf unsere eigenen Kosten gestemmt. Dies wird aber in Zukunft nicht l\u00e4nger m\u00f6glich sein. Sch\u00f6n w\u00e4re es die Gruppe von den Spenden COPALs zu unterst\u00fctzen um Transport- und Lebensmittelkosten der K\u00fcnstler zu reduzieren. Die Freude und die Tatsache dass wir an der K\u00fcste so viel herum gekommen sind, hat soweit ich es beurteilen kann, sehr positive Folgen in der Gesellschaft. Die Fernsehnachrichten und die Vereinten Nationen haben uns bereits schon f\u00fcr diese Seelsorge gelobt. Ich habe auch bis heute immer die M\u00f6glichkeit genutzt, die Spendeng\u00fcter von COPAL auf diese Reisen mitzunehmen und zu verteilen. Wir kommen mit der Karawane in die kritischsten Gebiete und es w\u00e4re sehr schade, wenn wir wegen der Transport- und\u00a0Unterhaltskosten diese Reisen nicht mehr machen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Kauf und Bau eines Hauses aus dem Projekt \u00abHogar de Cristo\u00bb in Pimpiguas\u00ed<\/strong><\/p>\n<p>Gleich nach dem Erstellen meines vorherigen \u00a0Zwischenberichtes habe ich mich bem\u00fcht zu sehen wie unsere Hilfe am besten ankommen k\u00f6nnte und wer sie am dringendsten ben\u00f6tigt. Eine tolle Erfahrung hatten wir, als wir das erste Bambus-Holz-Haus bauen konnten.<\/p>\n<p>Mirian Adriana ist eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Sie waren daheim, in einem Ort namens Pimpiguas\u00ed, als die \u00dcberschwemmung am 11.4.2016 ihr Haus, samt M\u00f6bel und Ger\u00e4ten, \u00fcberflutete. Die W\u00e4nde saugten sich mit Wasser voll, ihre Kleider und Schuhe wurden von der Str\u00f6mung aus den Fenstern gezogen, ihre Holzm\u00f6bel wurden unbrauchbar und in ihrem Hof stauten sich vom Fluss mitgerissene \u00c4ste, Schlamm und sonstige Gegenst\u00e4nde. Sie konnte gerade noch mit ihren Kindern in ein h\u00f6heres Stockwerk\u00a0fliehen.<\/p>\n<p>Adriana selbst verdient ihr Geld durch ihren Gesang. Ich hatte sie vor sieben Monaten im Rahmen des Theater-Festivals in Manta kennengelernt, wo sie eine Rolle als S\u00e4ngerin in einem St\u00fcck hatte, in dem ich auch mitgewirkt habe. Sie wird zu verschiedenen Anl\u00e4ssen gebeten mit ihrer Gitarre aufzutreten. Vormittags verkauft sie Fr\u00fcchte vor den Schulen. Geschieden ist sie schon seit gut sieben Jahren und muss alleine ihre Kinder gro\u00dfziehen, da der Vater der Kinder in Venezuela lebt und sich nicht um die Kinder k\u00fcmmert. Adriana ist gleichzeitig die Tante\u00a0eines Arbeitskollegen von mir und so erfuhr ich von ihrem Schicksal. Nach einem kurzen aber intensiven Gespr\u00e4ch mit ihr haben wir nicht lange gez\u00f6gert und f\u00fcr Adriana ein Bambus-Holzhaus aus dem Projekt \u00abHogar de Cristo\u00bb gekauft und gebaut. Der Kauf erfolgte direkt in der Lagerhalle von \u00abHogar de Cristo\u00bb.<\/p>\n<p>Ich besorgte das Haus \u00abModelo tradicional 2\u00bb, welches am komfortabelsten ist. Die Hauser m\u00fcssen beim Kauf selbst abgeholt und auch selbst gebaut werden. Die Bambus-W\u00e4nde werden als einzelne, fertig gebaute Platten verkauft und der Fu\u00dfboden besteht aus Holzbrettern, die in Gr\u00f6\u00dfe und Anzahl genau mit der Fl\u00e4che des Hauses \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Adriana bem\u00fchte sich um den Lastwagen und darum die Mannschaft anzuheuern. Mein Arbeitskollege (Adrianas Neffe) Rub\u00e9n war auch dabei. Die Menschen im Hof halfen uns das Holz in den Laster zu laden. Es war eine bereichernde und sch\u00f6ne Begegnung mit den Leuten. Das Holz und das Blechdach konnten schnell transportiert werden. Mein Schwiegervater lieh mir sein Auto und so konnte ich das Werkzeug bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Freude war deutlich sp\u00fcrbar. Adriana konnte es kaum fassen. Die Kosten f\u00fcr so ein Haus h\u00e4tte sie Jahre hindurch zusammen sparen m\u00fcssen. Da ihr altes Haus unbrauchbar war, hatte sie ihre Kinder bei ihrem Bruder in Guayaquil, einer gro\u00dfen Stadt im S\u00fcden (vier Stunden von Portoviejo entfernt) untergebracht. Auch durften ihre Kinder nicht in die Schule gehen, da sich eine Woche nach der \u00dcberschwemmung das Erdbeben ereignete. Sie hatten also, solange sie keinen festen Wohnort hatten, ihre Freizeit in Guayaquil verbracht.<\/p>\n<p>Das alte Haus von Adriana hatte zwar keine stabilen W\u00e4nde mehr, aber die Grundpfeiler waren sehr stabil und fest. Wir haben diese Pfeiler benutzt, um das neue Haus zu st\u00fctzen. Mirian Adriana hatte keinen Anspruch auf eine Hilfe seitens des Staates. Das Haus war bereits nach der \u00dcberschwemmung total zerst\u00f6rt und die finanzielle Unterst\u00fctzung des Staates hat sich auf die Betroffenen des Erdbebens beschr\u00e4nkt. Adriana hatte auch schon Besuch von der Gemeindeverwaltung bekommen und Versprechungen f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung bekommen, was aber nie geschah. Eine Hausreparatur w\u00e4re f\u00fcr sie auch unsinnig gewesen, da der Fluss jederzeit wieder steigen konnte. Es bestand f\u00fcr mich also kein Zweifel daran, dass ein neues Haus unter Verwendung der alten Pfeiler gebaut werden musste, wobei auch der traditionelle Baustil erhalten blieb. Die hiesige Architektur ist so gebaut, dass die Familien in Hochbauten vor Ungeziefer und Hochwasser gesch\u00fctzt sind. Mit dem gebauten Haus wird Mirian Adriana wahrscheinlich nie mehr von Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen.<\/p>\n<p>Die Hausbesitzerin engagierte einen Nachbarn, der schon vorher mehrere H\u00e4user dieser Art gebaut hatte. Er hat den ersten Teil des Baus auch gut und schnell dirigiert. W\u00e4hrend wir gearbeitet haben, hat Mirian f\u00fcr uns, ein paar H\u00e4user weiter, ein deftiges Mittagessen organisiert. Die 30\u00b0C haben wir auch mit Mirians k\u00fchlen Getr\u00e4nken gut vertragen. Am Abend gab es frischen Stachelbeerwein. Der erste Tag verlief gut und produktiv. Eine 16j\u00e4hrige S\u00e4ngerin und Kollegin namens Maria Laura begleitete mich an dem Tag und fotografierte eifrig. Der Bau wurde an weiteren vier Tagen fertig.<\/p>\n<p>Insgesamt habe ich f\u00fcnf Besuche gemacht, um bei dem Bau zu helfen. Jedes Mal bekam ich das Auto von meinem Schwiegervater. Bei jedem Besuch bemerkte ich erfreulicherweise, dass andere auch schon vor mir da waren und gro\u00dfe Fortschritte gemacht hatten. Bei der letzten Reise hatten wir eine kleine Autopanne, die aber in Manta preisg\u00fcnstig behoben wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-268\" src=\"http:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-200x133.jpg 200w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-300x200.jpg 300w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-400x267.jpg 400w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-600x400.jpg 600w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-768x512.jpg 768w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-800x533.jpg 800w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k4.jpg 1215w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-269\" src=\"http:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k3-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k3-200x134.jpg 200w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k3-300x201.jpg 300w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k3-400x268.jpg 400w, https:\/\/copalev.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/k3.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Disculpa, pero esta entrada est\u00e1 disponible s\u00f3lo en Deutsch. 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